Kunst

“Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar.” Paul Klee

Das Fach Kunst will die Tür zu den Schätzen der eigenen Kultur öffnen und Neugierde für fremde Kulturen wecken. Schülerinnen und Schüler sollen durch die bildnerische Praxis Selbstvertrauen und Kompetenzen aufbauen. Dabei entwickeln sie Freude am bildnerischen Ausdruck.

In der bildnerischen Erziehung im Fach Kunst geht es um die Sensibilisierung der Seh- und Tastsinne um die Poesie des Raumes, der Farben und der Zeit durch eigenständiges künstlerisches Tun als existentielle Erfahrung zu erleben. Kunsthistorische Inhalte werden vermittelt, um diese Erfahrungen zu fundieren und im historischen Zusammenhang einzuordnen.

Zum sinnvollen Funktionieren einer Gesellschaft ist ein intakter Mensch notwendig, der aktiv aus sich heraus eine Brücke herstellen kann vom rationalen Bereich in unbekannte Bereiche der Existenz, die das seelische Gleichgewicht bedeuten. Die Zunahme der psychischen Erkrankungen in unserer Gesellschaft zeigt deutlich einen Mangel der nachgewiesenermaßen durch künstlerische Betätigung gemildert werden kann.

Kunst braucht Zeit und Raum. Mit Raum sind wir am Gymnasium Kirchseeon mit zwei ebenerdigen Zeichensälen und zwei Werkräumen gut ausgestattet. Leider wurde die Zeit zur Vertiefung der künstlerischen Inhalte im Laufe der Jahre immer mehr gekürzt.

„Kunst ist schöner Luxus und Dekoration“ kann nicht unser Motto sein. Der Kulturrat der deutschen Wirtschaft formulierte schon vor Jahren, dass „Verkümmerung der Kunst eine Verstümmelung des ganzen Menschentums ist, die auch im Bereich des Lebensnotwendigen ihre verhängnisvollen Wirkungen zeigen würde.“ Vor allem im sogenannten „Medienzeitalter“ wo das Sekundäre das Primäre überwältigt, vortäuscht und die Menschen passiv macht zum Mittel für Zwecke der Ideologien und der Werbung sollte Kunst ihre Unabhängigkeit und zweckfreie Autonomie bewahren. Dies zu versuchen ist unser Auftrag als Kunstvermittler am Gymnasium.