Das MINT-Konzept


„Science is a way of thinking much more than it is a body of knowledge.“

Carl Sagan (1934-1996), US-amerikanischer Astronom, Astrophysiker und Exobiologe

Menschliche Neugier und naturwissenschaftlicher Erfindergeist haben unsere Welt unbestritten am meisten geprägt. Naturwissenschaftliche Denkweise und wissenschaftliches Arbeiten muss allerdings eingeübt und vor allem ausprobiert werden. Um diese Neugierde zu wecken, bietet das Gymnasium Unterföhring unterschiedlichste Angebote an: Unter anderem im handlungsorientierten Unterricht sollen unsere Schüler und Schülerinnen zum eigenständigen, kreativen Denken und Handeln animiert werden. Alle – egal ob aus dem naturwissenschaftlich-technologischen oder aus dem sprachlichen Zweig- erhalten eine umfassende Ausbildung im MINT-Bereich und können aus diversen Zusatzangeboten und Wahlkursen spannende und auch fordernde Projekte wählen.

Unsere Räume sind perfekt für modernen und innovativen Unterricht ausgestattet. Zusätzlich zu den klassischen Fachräumen und Computerräumen stehen uns demnächst zwei Schülerlabore und eine Sternwarte mit einem 60 cm Ritchey-Chrétien-Teleskop zur Verfügung. Neben diesen räumlichen Angeboten, die übrigens auch alle für Schüler und Schülerinnen mit Behinderung zugänglich sind, verfügen wir über einen zusätzlichen Fachraum für naturwissenschaftlichen Unterricht, der auch den speziellen Bedürfnissen von Schülern und Schülerinnen mit Behinderungen gerecht wird.

Da es uns wichtig ist, auf die individuellen Bedürfnisse unserer Schüler und Schülerinnen einzugehen, werden die Profilstunden in Physik und Chemie im naturwissenschaftlich-technologischen Zweig in geteilten Klassen unterrichtet sowie  die Klassen im Informatikunterricht in der 7. Jahrgangsstufe aufgeteilt sind.

Koordiniert wird der MINT-Bereich am Gymnasium Unterföhring von unserer MINT-Beauftragten Annette Holder.

Unser MINT-Konzept im Überblick:

In der Unterstufe durchlaufen alle unsere Schüler und Schülerinnen ein anregendes Programm mit verschiedenen Modulen. Neben diversen künstlerischen und sportlichen Aktivitäten beschäftigt sich jeder Schüler und jede Schülerin zusätzlich mit diversen Themen aus dem  MINT-Bereich.

Als Referenzschule der Technischen Universität München arbeiten wir eng mit der TUM School of Education zusammen, davon können alle unsere Schüler und Schülerinnen profitieren.

Besonders hervorzuheben ist das Projekt TUMjunior. Hier sind wir, neben dem Gymnasium Kirchheim und dem Werner-Heisenberg-Gymnasium Garching, Pilotschule. Deswegen dürfen alle unsere Unterstufenklassen pro Schuljahr drei Exkursionen zu außerschulischen Lernorten unternehmen. Dadurch soll bei unseren Schülern und Schülerinnen das MINT-Interesse geweckt und forschungsbasiertes Lernen eingeübt werden. Die Exkursionen sind inhaltlich an die Lehrpläne angepasst und werden durch Vor- und Nachbereitung in den Unterricht der MINT-Fächer integriert. Außerschulische Lernorte, die unsere Schüler und Schülerinnen im Zuge des Projekts TUMjunior besuchen dürfen, sind das TUMlab, ixquadrat, das Deutsche Museum, die ESO Supernova, e-conversion, das Leibniz-Rechenzentrum und der Botanische Garten München-Nymphenburg. Das Projekt wächst mit unseren Schülern und Schülerinnen in die Mittelstufe, wo weitere außerschulische Lernorte hinzukommen werden.

Schüler und Schülerinnen des naturwissenschaftlich-technologischen Zweigs können sich in der Mittelstufe, die nächstes Jahr startet, für den sogenannten STEAM-Zug bewerben. STEAM steht für Science, Technology, Engineering, Arts und Mathematics. Pro Schuljahr beschäftigt sich diese Klasse mit einer konkreten Aufgabenstellung aus dem MINT-Bereich und erarbeitet ein weiteres Projekt aus dem Bereich der Künste. Das Projekt im STEAM-Zug der achten Klasse arbeitet im Bereich MINT mit Materialien des Bildungsprogramms „Klimawandel verstehen und handeln“. Ziel des Kreativ-Projektes ist es, einen Film zu diesem Thema zu drehen oder einen Podcast zu erstellen.

Für unsere Oberstufe bietet sich ein Füllhorn an Möglichkeiten. Wir freuen uns jetzt schon darauf, dass unsere 8. Klasse die Oberstufe erreicht und haben bereits jetzt schon viele Ideen, die wir dann umsetzen wollen.

MINT für Mädchen:

Besonders am Herzen liegt uns auch die Förderung von Mädchen in MINT, da die PISA-Studie von 2018 immer noch signifikante Unterschiede in der mathematischen Kompetenz zwischen 15-jährigen Mädchen und Jungen zeigt. Durch Teilnahme am Programm „CyberMentor“ und dem „Girlsday“ wollen wir die Attraktivität der MINT-Bereiche für Mädchen erhöhen.

MINT in der Begabtenförderung:

Auch in der Begabtenförderung wird klassischerweise MINT groß geschrieben. Der Begabungsstützpunkt „Junior“ an unserer Schule beschäftigt sich mit Mathematik, Physik und Astronomie.  Im Zusatzkurs „2E-Enrichment und Exkursionen“ bekommen unsere besten Schülerinnen und Schüler Angebote an Exkursionen teilzunehmen und Einführungen in Wissenschaftsgebiete durch Lehrkräfte unserer Schule und durch externe Experten.

Wettbewerbe aus dem MINT-Bereich:                  

Trotz der besonderen Umstände haben eine Vielzahl unserer Schüler und Schülerinnen bereits in diesem Jahr an Wettbewerben teilgenommen: Neben „Mathe im Advent“, „Physik im Advent“ und dem „Informatik-Biber“ trat unsere Mathe-Schulmannschaft erstmalig beim Naboj-Wettbewerb an. Ebenso durften wir einen Gewinner von „Experimente antworten“ beglückwünschen.

Wettbewerbe an denen wir kommendes Schuljahr teilnehmen wollen, sind unter anderem „Experimente antworten, Bundeswettbewerb Mathematik, Landeswettbewerb Mathematik, Mathematikolympiade, Physikolympiade, Känguru der Mathematik, Naboj, Informatik-Biber, Jugend forscht.