Inklusion am Gymnasium Unterföhring
Gesellschaftlicher Auftrag
Inklusive Pädagogik stellt nicht nur die Bedürfnisse des einzelnen Kindes/Jugendlichen in den Mittelpunkt, sie „bedeutet eine erweiterte Form von Teilhabe aller Schülerinnen und Schüler im Bildungssystem“ (Fischer u. a. 2012), also „eine besondere Beachtung der […] Heterogenität und Würdigung der Vielfalt.“
Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus 2011
Verleihung des Schulpreises Inklusion


Das Gymnasium Unterföhring hat sich seit Gründung im Jahr 2020 auf den Weg gemacht, das Inklusionsprofil als einen wichtigen Baustein innerhalb des Schulentwicklungsprogramms stetig auszubauen. Mit dem Bau der Schule wurde der Fokus auf den Förderbereich „Hören“ gelegt (s.u.). Das Gymnasium wird aber ebenso von Kindern besucht, die einen anderen Förderschwerpunkt haben. Mit dem ‚Schulprofil Inklusion‘ zeichnete die Bayerische Kultusministerin Anna Stolz in einem feierlichen Festakt im Herbst 2025 das Gymnasium Unterföhring aus, das sich in besonderer Weise dafür einsetzt, dass gemeinsames Lernen von Kindern und Jugendlichen mit und ohne sonderpädagogischem Förderbedarf selbstverständlich wird.
Schwerpunkt am Gymnasium Unterföhring
Ein Schwerpunkt der Inklusion am Gymnasium Unterföhring liegt auf der besonderen Förderung hörgeschädigter Schülerinnen und Schüler.
Jede Hörschädigung ist individuell. Sie kann Auswirkungen auf die Sprache, die Konzentrationsdauer, die zwischenmenschlichen Beziehungen haben oder das Bedürfnis mit sich bringen, nach Erschöpfungssituationen in einem Raum in Ruhe verweilen zu dürfen.

Schon bei Planung, Bau und Gestaltung unserer Schule wurden Arten und Grade von Hörschädigungen berücksichtigt. Durch die sog. Soundfieldanlage von Phonak ist es möglich, Kinder mit Hörschädigung durch technische Mittel zu unterstützen.
Links im Bild: Lehrkraft mit Touchscreen Mikrophon – reduziert den Wiederholungsbedarf, schont die Stimme und erhöht die Sprachverständlichkeit um 53 Prozent.
Modernstes technisches Equipment ist dabei jedoch nur ein Baustein von vielen. So finden zu Schuljahresbeginn schulinterne Lehrerfortbildungen zum Unterricht mit hörgeschädigten Kindern statt. Beim Einüben der (teilweise neuen) Fähigkeiten und Kompetenzen sind alle gefragt: Lehrkräfte genauso wie Schülerinnen und Schüler. Empathie und wertschätzende Kommunikation müssen täglich aufs Neue vorgelebt werden. Eine reduzierte Klassenstärke, geschultes Personal, aber auch unser vielfältiges Schulleben tragen dazu bei, dass Inklusion an ganz verschiedenen Lernorten gelebt wird.


Inklusionsbeauftragte am Gymnasium Unterföhring: Frau Stefanie Wenzel
Internetplattform für Eltern von Kindern mit Behinderung: https://www.intakt.info/
